Cannabistherapie

Eine Cannabistherapie ist der Fachausdruck für die Einnahme von Cannabis unter medizinisches Aufsicht. Eine Cannabistherapie kann unterschiedliche Formen annehmen, je nachdem welche Art von Cannabis oder Cannabinoiden verwendet werden und wie sie eingenommen werden. Einige Beispiele sind:

  • Inhalation von Rauch oder Dampf aus getrockneten Pflanzenblüten oder Extrakten.
  • Orale Einnahme von THC- oder CBD-haltigen Ölen oder Tinkturen.

Eine Cannabistherapie wird zur Behandlung verschiedenster medizinischer Bedingungen und Symptome verwendet, darunter Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Angstzustände, Schlafstörungen, Spastiken und andere Symptome von chronischen Erkrankungen. Es gibt einige Studien die darauf hindeuten, dass Cannabinoide bei der Behandlung von bestimmten Krebsarten und neurologischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose und Epilepsie wirksam sein können.

In vielen Fällen wird eine Cannabistherapie nicht von der Krankenkasse übernommen, weswegen viele Patienten eine Cannabistherapie als sogenannte “Selbstzahler” privat finanzieren.

Ob eine Krankenkasse die Kosten für eine Cannabistherapie übernimmt, hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann von Land zu Land unterschiedlich sein. In Deutschland, wird die Cannabistherapie nur in sehr begrenzten Fällen von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen.

Die Kosten für medizinisches Cannabis werden nur über die Krankenkasse erstattet, wenn es sich um eine schwere Erkrankungen handelt und andere Therapieoptionen ausgeschöpft wurden. Beispiele für solche Erkrankungen sind starke chronische Schmerzen, Morbus Crohn, Multiple Sklerose und andere.